Sonntag, 12. August 2012

Lange Strecken

Leider hat uns Fonic auf dem Trocknen sitzen lassen. Trotz guter Vorbereitung habe wir keine Datenverbindung, weil Fonic wohl allgemein das roaming unterdrückt hat. Ein Hoch auf kostenloses Wifi im Hafen. Warum das Internettheater? Wir sind mittlerweile in Dänemark. Aber der Reihe nach.

Die Abfahrt von Stralsund am 10.08. war zwar früh, aber ganz entspannt. 8:20 Uhr durch die Ziegelsteinbrücke und rein nach Neuhof, tanken. Weil wir den Meister der Tankstelle nicht gleich fanden, ging Harry zum Hafenmeister. Von dort kam er mit weiteren Informationen - und einem Brief an uns zurück. Meine Eltern sind die absolute Messe. Heimatpost, wie schön. Danke dafür.
Nach dem Tanken gings weiter, Richtung Greifswalder Bodden. Unsere Tageseinstellung: mal sehen, wie weit wir kommen. Der Wind war mit Stärke 4 angesagt, damit können wir gut umgehen. Als wir sehr früh am Greifswalder Bodden waren, entschieden wir uns für das neue Ziel Saßnitz. Auf der Ostseite Rügens erwartete uns viel, vor allem viel Wind. Der Windmesser steigerte sich auf 12 m/s, in Spitzen auf 14 m/s. Umgerechnet 6 Beaufort, in Böen 7. Schönen Dank auch ;-)

Harry eingemummelt und hart am Wind
 Wir kamen so gut voran, dass wir Saßnitz vorbeisausen ließen und es letztlich bis Lohme schafften. Angekommen (hübscher, verträumter Naturhafen), Segelsachen vom Leib und Essen gehen. Nach der Völlerei ging nur noch eins: schlafen. Nach 51 Seemeilen und über 10 Stunden Fahrt waren wir so gut wie "klinisch tot".
Hafen Lohme
 Trotz allem (Müdigkeit, Muskelkater, usw) ging es zu moderater Zeit am 11.08. wieder los. Dänemark - wir hatten uns entschlossen und wollten es auch durchziehen. Raus aus dem Hafen und die ersten 10 Seemeilen rund Kap Arkona vergingen wie im Flug. Mit 6 Knoten (Seemeilen pro Std.) flogen wir gut durchs Wasser ... und dann schlief der Wind ein. Der Rest wurde mit Motorkraft bewältigt. Wie öde! Aber Zeit für ein Frühstück:


Die See wurde immer platter, die Schiffe ringsherum immer größer, beeindruckender.


Die Zeit zog sich endlos hin. Wir wechselten uns mit dem Steuern ab, es war einfach zu langweilig.
Navigation ist und bleibt meine Lieblingsaufgabe, das gebe ich nicht ab:



 Aber: wir sind angekommen. Jetzt dümpeln wir im Hafen von Klintholm, gemießen die nordische Beschaulichkeit und erholen uns erstmal bis morgen, Montag. 
Hafen Klintholm - was für eine Ruhe ...
 Wo es dann hingeht? Beständig Ostwind ... also in kleinen Schritten weiter Richtung Westen, an Dänemarks Inseln entlang.

Und nicht zu vergessen: der gestrige dänische" Sonnenuntergang :-)



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen